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La Maison des Artistes – Wellensound in Essaouira

Ich habe einen Faible für Dachterrassen mit Aussicht und ich liebe das Meer. Wenn beides aufeinandertrifft, dann werde ich schnell zu einem sehr glücklichen Menschen. So jüngst geschehen in Essaouira, wo ich ein wahres Juwel direkt am Atlantik entdeckt habe.

Als ich am Mittag aus Marrakesch mit dem Bus in Essaouira ankomme, muss ich mir zunächst meinen Weg durch das Gewirr der Altstadtgassen bahnen. Die Medina ist jedoch in Vergleich zu anderen Städten in Marokko sehr übersichtlich gestaltet, sodass das Auffinden der richtigen Straße kein großes Problem darstellt.

Ich stehe vor einem Haus, das von außen unscheinbar und beinahe ein wenig vernachlässigt wirkt. Ich bin gespannt, wie es im Inneren des Hauses weitergeht. Ich klingele und steige zwei Treppen hinauf, um mich sogleich im Herzen meiner Unterkunft La Maison des Artistes wiederzufinden. Ein erster Blick auf mein neues Domizil verheißt Gutes.

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Ich bin früh dran und weil mein Zimmer noch nicht fertig ist, begebe ich mich erst einmal auf die Dachterrasse. Kaum dort angekommen, ist es auch schon um mich geschehen. Alles stimmt. Blau ist die dominierende Farbe, abgewechselt mit weißen Akzenten hier und da. Aber viel wichtiger: ich sehe und höre die Wellen des Atlantiks. Sie sind gefühlt direkt vor mir, obwohl in Wahrheit noch die Scala de la Kasbah dazwischenliegt. Zur anderen Seite bietet sich ein Blick auf die Medina von Essaouira und als ich dann noch einen The à la menthe auf die Terrasse gebracht bekomme, ist mein Glück perfekt. Mehr bräuchte ich eigentlich nicht. Auf den Atlantik schauen, den Wellen, die anrollen und sich brechen, lauschen und dabei einen leckeren Tee trinken. So kann tiefste Zufriedenheit aussehen. Und so sitze ich erst einmal eine ganze Weile auf einer der wahrscheinlich schönsten  Dachterrassen -wenn nicht sogar der schönsten Dachterrasse-Essaouiras und komme an an diesem wunderbaren Ort.

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Als ich mich wieder nach unten begebe, ist mein Zimmer fertig. Hausschuhe stehen für mich bereit und was mich hinter der Tür erwartet, bestärkt mich darin, dass dies der Anfang eines wunderbaren Aufenthaltes ist. Passenderweise heißt mein Zimmer Voyageur und ist bis ins Detail liebevoll eingerichtet. Schau es dir selbst an:

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Das besondere Highlight des Zimmers erschließt sich dann, wenn man das Fenster öffnet. Da ist er wieder der Atlantik mit tosenden Wellen.

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So individuell und liebenswert wie ihr Haus ist auch die Eigentümerin Isabelle. Es macht Spaß, sich mit der Französin, deren Eltern aus Marokko und Deutschland stammen, zu unterhalten. Und so erfahre ich zum Beispiel, dass sie selbst einmal als Gast in diesem Haus war und zu einem späteren Zeitpunkt eher unverhofft dazu gekommen ist, das Haus selbst zu übernehmen. Bei allen Fragen und Anliegen hat sie einen Tipp parat und sorgt jederzeit dafür, dass sich ihre Gäste wohlfühlen.

Neben meinem Zimmer gibt es noch sechs weitere Zimmer, die jeweils ganz individuell eingerichtet sind und ein spektakuläres Loft auf der Dachterrasse mit Rundumblick und wunderbarem Blick aufs Meer.

Außerdem gibt es einen Salon, in den man sich zum Lesen oder arbeiten zurückziehen kann. Abends kann man hier auch gut mit anderen Gästen bei einer Flasche Wein zusammensitzen und Reisegeschichten austauschen.

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Gefrühstückt werden kann im Salon oder aber auf der Dachterrasse – ich glaube, es ist nicht schwer zu erraten, welche der beiden Möglichkeiten ich vorgezogen habe. Wer sich zum Frühstück auf die Terrasse begibt, muss sich allerdings darauf einstellen, dass eine Möwe daneben Platz nimmt und sich als hartnäckiger Zuschauer erweist. Das ist allerdings kein wirkliches Problem, da die Möwen nur zur Eroberung der Speisen übergehen, wenn man den Tisch verlässt. Und obwohl ich -sagen wir mal Respekt –  vor Vögeln habe, fand ich die Möwen in Essouira doch irgendwie ziemlich cool.

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La Maison des Artistes ist nicht nur ein Wohlfühlort mit Wellensound, sondern auch ein idealer Ausgangspunkt für Streifzüge durch Essaouira. Auch wenn es demnächst noch einen Artikel zu Essaouira geben soll, so will ich dir trotzdem an dieser Stelle schon einige Impressionen nicht vorenthalten:

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Offenlegung: Ich habe für meinen Aufenthalt einen Presserabatt von 40% bekommen. Meine Meinung bleibt davon aber unbeeinflusst.

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  1. Pingback: Essaouira [ Ein Tag am Meer, Ziegen auf dem Baum und leckeres Arganöl ] | Reiseblog Viermal Fernweh

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