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Riyad El Cadi – Im Herzen Marrakeschs

Marrakesch ist mir ans Herz gewachsen und oftmals der Ausgangspunkt unserer Unternehmungen. Jedes Mal, wenn wir dorthin zurückkehren, entdecken wir neue wunderbare Orte. In der Medina von Marrakesch verbergen sich in den Gassen, oft hinter ganz unscheinbaren Mauern, Gästehäuser in denen man gerne länger verweilen möchte. Auf meiner Reise im September durfte ich eine weitere Oase der Gastlichkeit mitten in Marrakesch kennenlernen.

Unweit des Djema el Fnaa –gar nicht so versteckt, wenn man den Weg einmal erfolgreich gefunden hat – befindet sich das Riyad El Cadi.

Einmal durch die Eingangstür ins Innere geschlüpft, findet man sich wieder in einem Ensemble aus kleinen Stadthäusern, die durch Innenhöfe miteinander verbunden sind. Die Farbwahl ist angenehm, weiß und warme Naturtöne lassen das Auge zur Ruhe kommen und vermitteln eine ausgeglichene Atmosphäre. An den Wänden entdeckt man immer wieder kleine Kunstwerke, die wirken, als seien sie für eben diesen Bestimmungsort erstellt worden.

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Auf einem ersten Rundgang durch das Riad gibt es viel zu entdecken und es fällt auf, dass hier jeder einen individuellen Rückzugsbereich findet. Neben bepflanzten Innenhöfen mit Nischen, in denen man bequem sitzen kann, und einem kleinen Pool, der in der sommerlichen Hitze zum Abkühlen einlädt, ist die großflächige Dachterrasse ein wunderbarer Ort zum Verweilen. Von dort aus hat man einen guten Überblick über die umliegende Medina und nicht nur zur Frühstückszeit lässt es sich dort gut aushalten.

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Das Riad ist eine kleine Welt der Ruhe für sich und man muss am Anfang etwas aufpassen, dass man sich nicht darin verläuft. Es gelingt aber schnell, zu überblicken, wie die Häuser und Innenhöfe miteinander verbunden sind und welcher Treppenaufgang der richtige ist.

Im Zimmer (es gibt insgesamt 15 Zimmer) setzt sich das Farbkonzept fort, auch hier dominieren Naturfarben. Die Raumaufteilung in meinem Zimmer war großzügig und das Zimmer mit vielen liebevoll arrangierten Details ausgestattet. Fernab standartisierter Masseneinrichtung hat man hier das Gefühl, ein Unikat zu bewohnen, bei dessen Einrichtung auch ans Detail gedacht wurde. Frische Rosen und ein frischgepresster Orangensaft mit Gebäck bei meiner Ankunft runden diesen Eindruck ab.

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Zur angenehmen Atmosphäre tragen insbesondere auch die Mitarbeiter bei, die für alle Belange stets ansprechbar sind und mit ihrer Freundlichkeit zum Gelingen meines Aufenthaltes beitrugen. In Marokko verständige ich mich in der Regel in Französisch, Englisch oder Spanisch, im Riyad El Cadi kommt man aber auch in deutscher Sprache zurecht.

Letzteres kommt nicht von ungefähr. Das Riyad El Cadi war einst das Privathaus des ehemaligen deutschen Botschafters Herwig Bartels, der während seiner beruflichen Zeit in Marokko das Land und seine Menschen so schätzen lernte, dass er beschloss, seinen Ruhestand dort zu verbringen. Später betrieb zunächst er das Riyad El Cadi als Hotel bevor 2003 die Leitung des Hauses übernahmen.

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Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück. Dessen scheint man sich im Riyad el Cadi bewusst zu sein. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei und die Zutaten sind liebevoll zusammengestellt. Natürlich schmeckt so ein Frühstück am allerbesten auf der Dachterrasse. Wer die Sonne fürchtet, der findet hier auch ein schattiges Plätzchen zum Verweilen und Genießen.

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Ich hatte einen kurzen, aber wunderbaren Aufenthalt im Riyad El Cadi und bin sicher, dass es auch Felicia dort gut gefallen hätte.

Offenlegung: Ich war auf Einladung eine Nacht Gast im Riyad El Cadi.

 

3 Kommentare

  1. Es gibt wirklich sehr schöne Riyad s in Marrakesch. Ähnlich aufgebaut ist das Riyad El Yousoufi in Marrakesch. Inhaber ist ein sehr junger Franzose mit Algierischen Wurzeln . Eines meiner ersten Riyad die ich besuchte und ich würde es immer wieder empfehlen.

    • felibrina sagt

      Ja, Marrakesch ist wirklich eine Fundgrube für solche Schätze. Wir haben uns in diesem Riad sehr wohl gefühlt, sind aber auch immer gespannt, auf neue Entdeckungen.

  2. Pingback: Marrakesch mit Kindern | Reisetipps | Reiseblog Viermal Fernweh

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