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Die Packliste für Marokko – Teil 1 : für Frauen

Was zieht man eigentlich an während eines Urlaubs in Marokko? Eine Frage, die sich vor allem Frauen immer wieder stellen.

Im ersten Teil meiner Packlistentrilogie geht es deshalb auch darum, was frau so alles einpacken sollte, wenn sie nach Marokko fährt – und auch darum, was vielleicht lieber zuhause bleibt.

Falls du einen ausschließlichen Badeurlaub in Agadir planst und das Land nicht weiter erkunden und deine Hotelanlage nicht verlassen willst, kannst du alles was jetzt kommt getrost ignorieren. Meine Packliste ist in erster Linie für die gedacht, die sich vor Ort auch umschauen möchten.

Geize mit nackter Haut

Bedenke bitte bei der Auswahl deiner Urlaubskleidung, dass Marokko zwar ein sehr tolerantes Land, aber eben auch ein islamisch geprägtes Land ist. Es ist etwas Zurückhaltung und Fingerspitzengefühl gefragt und der Minirock und die bauchfreien Tops dürfen gerne zuhause bleiben. Du musst dich nicht in Sack und Asche hüllen, aber die Schultern und Knie dürfen dann doch bedeckt sein. Gerade wenn du Stätten mit religiösem Hintergrund wie die Medersas besuchst, wirken Hotpants und Spaghettiträgertops eher deplatziert und respektlos. Insgesamt bist du mit leichter, langer und luftiger Kleidung immer gut beraten, die dir gleichzeitig auch einen gewissen Sonnenschutz bietet. Ich persönlich bin eher der Kleidertyp und trage auch gerne mal einen Rock. Wenn mir die Länge nicht ausreichend erscheint, ziehe ich einfach eine Leggings drunter. Eine gute Wahl sind auch die leichten weiten Stoffhosen, die es in tollen Farben und mit vielen Mustern zu kaufen gibt. Jeans gehen eigentlich auch immer. Wenn ich kurze Ärmel trage, habe ich immer ein Jäckchen oder einen großen Schal dabei, sodass ich bei Bedarf nachjustieren kann. Je weiter man die Touristenhochburgen des Landes verlässt, desto mehr Zurückhaltung sollte man nach meinem Empfinden bei der Wahl der Kleidung üben.

Ich habe mich im letzten Sommer zum Kauf mehrerer Djellabas durchgerungen, die ich in einem der modernen Bekleidungsgeschäfte entdeckt hatte. Eine wunderbare Erfahrung, diese ungewohnte Art von Gewand zu tragen. Abraten würde ich allerdings vom Kauf der offensichtlich für Touristen gefertigten schreiendbunten Exemplare, die einem teilweise angeboten werden. Diese bergen die Gefahr, dass man doch sehr schnell verkleidet –oder gar lächerlich-wirkt.

Plane kühlende Abende ein

Das Wetter in Marokko ist zwar das ganze Jahr über milder als bei uns in Deutschland, aber im Herbst bis ins Frühjahr hinein, kann es abends empfindlich kalt werden. Mit Rückzug der Sonne setzt dann das große Frösteln ein. Dies sollte eingeplant und entsprechend etwas Warmes zum Überziehen für die Abendstunden mitgenommen werden.

 

Die Schuhfrage

Wenn du abends zur großen Party durchstarten willst oder an einem festlichen Empfang teilnimmst, dann nimm sie ruhig mit, die Highheels. Ansonsten rate ich dringend zu flachen Schuhen. Es gibt viel zu sehen und zu Fuß zu erkunden auf deiner Reise nach Marokko. Nichts ist ärgerlicher, als mit schmerzenden Füßen zu kapitulieren und deswegen nur die Hälfte zu sehen. Oft sind auch die Straßen- und Wegegegebenheiten nicht so, dass es große Freude bereiten würde, auf hochhackigen Schuhen dort entlangzuschreiten. Mein Favorit sind (ich bin ja auch ein Kleid-und Rocktyp) immer ein Paar gut eingelaufene Ballerinas (im Winter dann flache Stiefel). Ein Paar Turnschuhe habe ich auch immer dabei und bei gutem Wetter dürfen meine Sandalen mit auf Tour gehen.

 

Ein Hut steht dir gut

Hab zumindest immer eine Kopfbedeckung für den Notfall dabei. Im Sommer kann die Sonne ganz schön brennen. Wenn du dann den ganzen Tag ohne Kopfbedeckung unterwegs bist, kann sich das übel  rächen.  Als wir im letzten Sommer eine Farm in der Nähe von Marrakesch besucht haben, bekamen wir jeder gleich einen Strohhut in die Hand gedrückt.

Die Taschenfrage

Ich bevorzuge unterwegs kleine und verschließbare Taschen. Das einzige Mal, dass ich in Marokko schlechte Erfahrungen gemacht habe, war an einem Tag, an dem ich eine große Tasche, die nicht optimal verschließbar war, dabei hatte. Im Linienbus, habe ich eine fremde Hand in meiner Handtasche feststellen können, die nach einem beherzten Schlag aber den Rückzug angetreten hat. Auch hier liebe ich die Djellabas, weil man gut eine kleine Handtasche relativ unbemerkt darunter tragen und von außen Zugriff nehmen kann. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass die Gefahr, bestohlen zu werden, in Marokko keinesfalls größer ist, als sonst wo auf der Welt. Es handelt sich um Vorsichtsmaßnahmen, die ich überall ergreifen würde.

 

Bei Kopschmerzen und Flecken

Ich reise in 95% aller Fälle (Tendenz steigend) mit Handgepäck. Da bleibt es nicht aus, dass zwischendurch auch mal was gewaschen werden muss. Dazu ist ein Tubenwaschmittel hilfreich.

Medikamente bekommst du in den meisten Orten unproblematisch in einer Apotheke. Ich habe daher meist nur einige Schmerztabletten für den Notfall dabei.

 

Meine Packliste

Soviel zur Theorie. Jetzt wird es ganz praktisch.

Hier ist sie, meine persönliche Packliste:

Schuhe:

-1 Paar Sandalen

-1 Paar Ballerinas

-1 Paar Sportschuhe

(auf Hin- und Rückreise trage ich entweder die Sportschuhe oder die Ballerinas)

Kleidung:

-2 Leggings zum Kombinieren mit nicht ganz langen Kleidungsstücken

-1 Rock

-1 langes Kleid

-1 Jeans (wird meist auf Hin- und Rückreise getragen)

-1 bis 2 dünne Stoffhosen

-2 leichte Strickjacken

-1 schwerere Strickjacke (meist auf Hin- und Rückreise getragen)

-1 blickdichte Strumpfhose

-2 T-Shirts oder Tops

-2 dünne Blusen (langärmlig)

-1 Bikini oder Badeanzug

-Unterwäsche und Socken

-1 Nachthemd oder Pyjama

Accessoires:

-1 Sonnenbrille

-1 -2 leichte, größere Schals

-1 Kopfbedeckung

-Haargummis

-eine verschließbare Handtasche

Technik:

-1Laptop

-1 Kamera

-I-Phone

Kosmetik:

(alles kleine Größen)

-Sonnenmilch

-Zahnpasta

-Duschgel

-Shampoo & Conditioner

-Bodylotion

-Deo

-ggf. Makeup

-ggf.Damenhygieneprodukte

-Zahnbürste

Zusätzlich:

-Schmerztabletten

-Tubenwaschmittel

-Papiere

 

Du hast Anregungen oder noch Fragen ? Immer her damit ! In Teil 2 dreht sich dann alles um das Gepäck fürs Kind.

 

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