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Ab in die Wüste – Unser Wüstentrip Teil 1

Ein Wüstentrip gehört zu einer Marokkorundreise eigentlich als Pflichtprogramm dazu. Und ausgerechnet bei uns, die wir über Marokko schreiben, hat es verdammt lange gedauert, bis es tatsächlich ab in die Wüste ging.

Die Vorgeschichte

Seit 2015 stand ein Trip in die Wüste immer wieder auf unserem Programm. Und jedes Mal kam uns etwas dazwischen. Je mehr Bilder ich von der Sahara sah und je mehr Berichte von anderen Wüstenreisenden ich las, umso größer wurde der Wunsch, jetzt endlich auch einmal die Wüste zu erleben.

Unendliche Weiten, wunderbare Stille und Sand bis zum Abwinken – das war meine Vorstellung. Vor allem kam mir immer wieder ein Begriff in den Sinn „RUHE“. Für einen rastlosen Menschen wie mich, dessen Gedanken gefühlt nie zum Stillstand kommen, eine verlockende Perspektive.

Das Träumchen Wüstentrip wird wahr

Und eher unverhofft hat es nach etlichen erfolglosen Anläufen mit unserem Wüstentrip nun Anfang April tatsächlich geklappt. In ganz anderer Form als erwartet, aber ein Erlebnis, das definitiv zu den Highlights unserer bisherigen Marokkobesuche zählt und das uns noch mehr Lust auf die Sahara gemacht hat.

Auf der ITB in Berlin wurde uns von Sahara Luxury Camps angeboten, ein neues Luxuscamp in der Sahara zu testen und vor Ort zu recherchieren, was so alles möglich ist. Die Idee war verlockend, jedoch schien aufgrund unserer eigentlich geplanten Mexikoreise zunächst erst einmal keine nahe zeitliche Möglichkeit gegeben. Bekanntlich kommt alles anders als man denkt. Die Mexikoreise konnten wir aufgrund einer akuten Erkrankung von Feli nicht antreten. Nachdem sie aber wieder fit war, beschlossen wir, eher, als ursprünglich geplant, nach Marokko aufzubrechen. Und tatsächlich ergab sich in diesem zusätzlichen Zeitfenster für uns die Möglichkeit, in die Wüste aufzubrechen.

Auf dem Weg in die Sahara

Nach einem vorzüglichen Frühstück in unserem Riad in Marrakesch wurden wir von unserem Fahrer abgeholt. Mit Kleinkind war es natürlich eine super Sache, einen privaten Transfer Richtung Wüste zu haben, da wir so viel besser auf plötzlich aufkommende Bedürfnisse etwa durch Pausen reagieren konnten. Die Fahrt war angenehm und ich war für die umsichtige Fahrweise dankbar, wusste ich doch, dass uns am Ende der Strecke Serpentinen und Pistenstraßen erwarten würden. Feli beschloss die Fahrt erst einmal für ein Nickerchen zu nutzen, während ich mich wieder einmal nicht an der Landschaft sattsehen konnte.

„Unser“ Auto für den Trip in die Wüste

Hin und wieder stoppten wir, damit ich die Landschaft im Bild festhalten konnte und auch einige längere Tee-und Essenspausen legten wir ein. Letztlich achteten wir aber darauf, dass wir das eigentliche Ziel nicht aus dem Blick verloren, denn wir wollten nicht zu spät im Camp ankommen.

Ait Ben Haddou

Ouarzazate

Es war bereits dunkel, als wir Merzouga durchfuhren und kurze Zeit später um uns nur noch Sand zu sehen war. Für mich sah alles irgendwie gleich aus und ich war beeindruckt davon, dass unser Fahrer hier scheinbar keine Probleme hatte, sich zu orientieren.

Auf den letzten Metern sind wir dann aber doch etwas vom Weg abgekommen und kamen so in den Genuss eines abendlichen Wüstenspaziergangs. Das Ganze war aber kein Problem, da wir bereits in unmittelbarer Nähe des Camps waren und vom dortigen Team sicher zum Camp geleitet wurden.

Ankunft in unserem Camp

Trotz der späten Stunde bekamen wir gleich nach unserer Ankunft noch ein wunderbares Essen serviert. Es schmeckte vorzüglich und ich war froh, angekommen zu sein, aber ein wenig war das Ganze noch wie ein Wüstentraum. Feli beschloss, dass sie nun beruhigt einschlafen kann und legte sich im großen Gemeinschaftszelt neben unserem Tisch zur Ruhe, während ich das späte Abendessen gemächlich ausklingen ließ.

Die Müdigkeit hat zugeschlagen

Unser Hotelzimmer in der Sahara

Ich hatte bereits Bilder von der luxuriösen Innenausstattung der Zelte gesehen, aber in live war es dann doch unglaublich, all das mitten in der Sahara vorzufinden. Es gab nicht nur ein richtiges großes und bequemes Bett und Kommoden, sondern tatsächlich ein Badezimmer mit Waschbecken , Toilette und Dusche.

Nachdem ich Feli umgezogen und zu Bett gebracht hatte, unterzog ich die Dusche einem Praxistest –den sie ohne Beanstandungen bestand- und schlüpfte dann auch unter die weichen Decken. Eigentlich wollte ich ganz, ganz früh aufstehen, um den anbrechenden Morgen in der Wüste von Anfang an zu genießen, aber scheinbar war das Bett doch zu bequem – ich schlief jedenfalls wie ein Stein.

Erste Begegnungen mit der Wüste

Wir haben es dann aber doch noch geschafft, vor dem Frühstück einen ersten Blick auf die uns umgebende Landschaft zu werfen, die wir bei unserer Ankunft nur hatten erahnen können.

Wow, einfach nur völlig unbegreiflich, eigentlich unbeschreiblich und so wunderschön. Mit den Füßen im Sand standen wir auf einer Düne und schauten in die Ferne. Es war weit, es war ruhig, es war wunderbar. Hier neben den vier Metallstühlen sollte unser Lieblingsplatz sein.

Feli war sofort begeistert angesichts des riesigen Sandkastens und fing sofort an, mit beiden Händen im Sand zu graben.

 

Wüste war, wie ich es mir vorgestellt hatte, nur viel besser.

Nur schwer konnten wir uns losreißen von unserem neuen Lieblingsplatz, aber irgendwann war es doch Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Dieses wurde uns wieder im großen Zelt serviert und ließ uns diesen Tag noch zufriedener beginnen.

In Teil  2 dieses Artikels erfahrt ihr dann, wie unser Wüstentrip weiterging und bekommt alle praktischen Infos zum Trip. Außerdem zeige ich euch unsere schönsten Fotos aus der Wüste.

Offenlegung: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Sahara Luxury Camps entstanden, die uns für unseren Wüstentrip ein Fahrzeug mit Fahrer und zwei Übernachtungen mit Verpflegung zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon unbeeinflusst.