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Drei Unterkünfte zum Verlieben in Fès

In meinem heutigen Artikel stelle ich euch drei Unterkünfte zum Verlieben in Fès vor. Zugegebenermaßen sind alle drei Häuser nicht für das ganz kleine Budget geeignet- sie sind aber jeden Cent wert. Da lohnt es sich in jedem Fall, sich auch nur eine einzige Nacht dort zu gönnen.

Riad Dar Bensouda

Wir beginnen mit einer meiner Lieblingsunterkünfte in Marokko – dem Dar Bensouda. Wer das Literaturcafé Dar Cherifa in Marrakesch kennt, der wird im Dar Bensouda dieselbe Handschrift in Einrichtung und Gestaltung wiederfinden. Das ist nicht verwunderlich, denn in beiden Fällen ist der Eigentümer Abdellatif Ait Ben Abdullah, der unter dem Label „Marrakech Riads“ daneben noch weitere Riads in Marrakesch betreibt.

Das Haus ist mitten in der Medina gelegen und wirkt von außen eher unscheinbar. Wer allerdings die Eingangstür durchquert hat, betritt einen Ort voller Schönheit und Geschichte.

Es war das Zuhause des Sufiheiligen  Sidi Ahmed Taudi Bensouda, der gegenüber des Hauses bestattet wurde. Die Atmosphäre des Hauses nimmt den Gast sofort gefangen und man kann sich nur schwer lösen von all den zauberhaften architektonischen Details.

Es gibt zwei Innenhöfe, einer mit Brunnen und einer mit einem Pool, an dem man sich herrlich erholen kann. Überall laden bequeme Sitzgelegenheiten zum Lesen, Verweilen und zur Erholung nach einem Gang durch die trubeligen Gassen der Medina von Fès ein. Insgesamt gibt es elf Zimmern und Suiten, vom Standardzimmer bis zur Deluxe Suite.

Mich hat besonders der gelungene Mix aus traditionellem marokkanischen Dekor einerseits und eleganter Zurückhaltung bei der Einrichtung der Räume und Suiten andererseits begeistert.

Dieser Stil ist im ganzen Haus anzutreffen und lässt Raum für Inspiration und Leichtigkeit. Ein geschichtsträchtiger Ort also, der sich offen zeigt für neue Einflüsse.

Das absolute Highlight ist jedoch die Dachterrasse mit ihrem Panoramarundumblick über Fès . Stunden, wenn nicht Tage könnte ich dort oben verweilen, mich auf einer der Sitzgelegenheiten niederlassen und immer wieder aus anderer Perspektive einen Blick auf die Medina von Fès werfen.

Das Frühstück wird in Buffetform angeboten und ist vielseitig und schmackhaft. Unbedingt sollte man im Riad auch einmal zu Abend essen. Die Küche hat uns absolut überzeugt.

Ein Ort zum Träumen und Entspannen mitten in Fès, von dem man sich nur schwer  trennen kann.

Zimmer gibt es ab etwa 80 Euro pro Nacht (über Buchungsportale teilweise auch schon günstiger). Wir hatten uns für die Deluxe Suite entschieden mit der wir mehr als zufrieden waren.

Riad Dar Finn

Ebenfalls im Herzen der Medina liegt die nächste Unterkunft, das Dar Finn. Dort gibt es insgesamt fünf Zimmer und zwei Suiten, die traditionell und sehr individuell eingerichtet sind.  Wir haben das günstigste Zimmer „Boujloud“ im Erdgeschoß und das Meisterstück des Hauses , die Suite „Pacha“ getestet und waren von beiden begeistert.

Den Gästen stehen ein liebevoll gestalteter Hof mit einem Tauchbecken sowie eine Dachterrasse auf zwei Ebenen zur Verfügung. Auch das Dar Finn kann mit einem spektakulären Ausblick auf die Medina von Fès aufwarten. Die Suiten haben zusätzlich eine eigene kleine Terrasse bzw. einen Balkon mit Sitzbereich.

Das Frühstück ist gut und reichhaltig und auch hier haben wir das Abendessen im Hof für gut befunden. Für Getränke steht rund um die Uhr eine „Honesty Bar“ bereit, d.h. ein Kühlschrank, aus dem man Getränke entnehmen und sich in eine Liste eintragen kann. Zu erwähnen ist, dass es auch vorzügliche Weine gibt, die zu probieren sich in jedem Fall lohnt.

Das Dar Finn ist verspielter in seiner Gestaltung, aber zu keiner Zeit wirkt das Innendesign kitschig. Alle Details sind aufeinander abgestimmt und sorgen dafür, dass sich der Gast sofort angekommen und wohl fühlt.

Abgerundet wird der gute Eindruck durch die aufmerksame persönliche Betreuung. Uns wurde viel erklärt und bei allen Fragen kompetent weitergeholfen.

Die Zimmerpreise beginnen bei etwa 85 Euro (Boujloud) für die Zimmer. Die Suite kostet etwa 130 Euro pro Nacht.

Palais Sheherazade & Spa

Wer sich aus besonderem Anlass oder nach einer anstrengenden Rundreise etwas Besonderes gönnen möchte, der mietet sich im Palais Sheherazade & Spa ein. Hier kommt sofort Prinzessinenfeeling auf.  Der in der Medina gelegene  (aber mit dem Auto anfahrbare) ehemalige Wesirspalast aus dem 19. Jahrhundert wurde zu einem Luxus-und Spahotel ausgebaut, das man nie wieder verlassen möchte. Im großzügigen Innenhof plätschern Brunnen und es gibt zwei Pools, die die Gäste nutzen können, einen Außenpool und einen überdachten Pool mit allerlei Hydromassagefunktionen.

24 Suiten –unterteilt in fünf Kategorien- laden zum Übernachten ein. Alle Suiten sind luxuriös ausgestaltet und verfügen vor allem über sehr bequeme Betten. Wir haben eine Suite der Kategorie Vizir Suite bewohnt, was sich durch ein blogunabhängiges Upgrade ergab (gebucht hatte ich eine Junior Suite).

  

Die Betreuung durch die Mitarbeiter war mehr als aufmerksam. Insbesondere wurde Felicia jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Ich war zunächst skeptisch, mich mit einem Kleinkind dort einzuquartieren, aber die erlebte Kinderfreundlichkeit hat mich eines besseren belehrt.

Das Essen, das wir im Innenhof eingenommen haben, war ein absoluter Traum. Felicia wurde tatsächlich von einer Kellnerin gefüttert, damit auch ich in Ruhe das Essen genießen konnte, solange es noch warm war. Es gibt auch noch ein Panoramarestaurant mit Rundumblick auf die Medina.

Im Spabereich werden zahlreiche Massage – und sonstige Wellnessbehandlungen angeboten.

Leider war unsere Abreise so früh am Morgen (wir mussten um 4.00 Uhr los), das wir kein Frühstück mehr einnehmen konnten.

Der Aufenthalt im Palais Sheherazade & Spa war eines der Highlights unserer diesjährigen Sommerreise.

Die Übernachtungspreise beginnen regulär ab etwa 170 Euro pro Nacht für die Juniorsuite (teilweise Sonderpreise). Die Suite Vizir liegt bei 380 Euro pro Nacht.

Offenlegung: Die Übernachtung im Dar Bensouda habe ich ganz normal gebucht. Im Palais Sheherazade & Spa habe ich ebenfalls normal über ein Buchungsportal gebucht und bin vor Ort upgegradet worden. Im Dar Finn habe ich für die zweite Nacht einen Preisnachlass bekommen.

 

 

 

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