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Eine Reise, die unser Leben veränderte – Drei Jahre Felibrina

In diesem Dezember wird jene Marrakeschreise, die mein Leben nachhaltig verändern sollte, vier Jahre zurückliegen. Etwas über einen Monat später war ich zurück in Marokko, diesmal mit der kleinen Felicia, die zu diesem Zeitpunkt noch ein Tragekind war. Und was dann kam, waren Reisen nach Marokko – immer und immer wieder. Meist gemeinsam mit Felicia, manchmal ganz alleine und hin und wieder auch mit der ganzen Kleinfamilie, auch mein Vater und meine Mutter wurden schon von mir nach Marokko „entführt“. Oft werde ich gefragt, wie dieser Kurztrip mit meiner Schwester, den wir gemeinsam im Dezember 2015 unternahmen, solche Begeisterung für Marokko auslösen konnte. Eine wirkliche Antwort kann ich darauf auch heute nicht geben. Es ist, als sei ein Schalter umgelegt worden und etwas völlig Neues in mein Leben getreten. Niemals werde ich in Marokko wirklich zuhause sein können, dazu ist mir vieles zu fremd. Und wahrscheinlich wird es mir auch nach vielen Reisen  nicht gelingen, meine europäische Blase zu verlassen. Oft, wenn ich denke ich hätte es für einen Moment vermocht, bin ich in Wahrheit …

Ein Wochenende in der Berber Family Lodge – Urlaub mit Familienanschluss im Hohen Atlas

Werbung „Du fährst nach Imlil ? Nach dem, was dort passiert ist ? Doch hoffentlich nicht alleine ? Das ist doch gefährlich“. So und ähnlich fiel ganz überwiegend die Reaktion auf meinen geplanten Kurztrip in den Hohen Atlas aus. Ja, der Mord an zwei jungen skandinavischen Touristinnen im letzten Winter, die auf bestialische Weise getötet wurden, ist keine Meldung, die man so schnell vergisst. Aber : das hätte überall passieren können. Es gilt immer und überall, aufmerksam zu bleiben und mit offenen Augen durch das Leben zu gehen. Man sollte der Region nicht aus Angst einen Besuch versagen. Wer das tut, der verpasst wunderbare Naturlandschaften mit spektakulären Bergpanoramen, ursprüngliche Berberdörfer und vor allem die gastfreundlichen und liebenswerten Bewohner der Region. Mein Flug nach Marrakesch landete erst um 23 Uhr, was mit Einreisekontrolle und allen Wegen, die es zu nehmen galt, bedeutete, dass ich das Flughafengebäude erst nach Mitternacht verließ. Mohamed, mein Gastgeber und der Betreiber der Berber Family Lodge in Aguer Sioual bei Imlil, hatte es aber vollbracht, auch zu dieser Stunde noch einen Transfer …

Dar Azawad – stilvolle Oase am Rande der Wüste

-Werbung wegen ausführlicher Beschreibung einer einzelnen Unterkunft- In meinem heutigen Artikel stelle ich euch ein weiteres Hotel am Rande der Wüste vor – das Dar Azawad. Es liegt zwischen Ouled Driss und M’hamid im Süden Marokkos und gehört wie das Chez le Pacha wenige Meter weiter (meinen Artikel findet ihr hier) der Familie Dakhamat. Der Stil der Anlage ist völlig anders, aber mitnichten weniger schön und besonders hat es mir hier der Blick beim Untergang der Sonne auf die rückwärtig liegende Palmenszenerie angetan. Von Marrakesch aus kann man diese Oase der Ruhe mit dem CTM-Bus aus erreichen. Ich habe bisher nur die Rückfahrt einmal mit dem Bus gemacht. Es gibt zahlreiche landschaftlich schöne Streckenabschnitte, aber man muss Busfahren schon sehr mögen. Natürlich lässt sich die Busfahrt –vorausgesetzt man hat Zeit- in mehrere Etappen aufteilen. Ein reizvoller Zwischenstopp ist zum Beispiel Agdez. Die Zeit der Anreise lässt sich mittlerweile aber durch nationale Flüge zwischen Marrakesch und Zagora (Flugzeit eine Stunde) beträchtlich verkürzen. In Zagora angekommen, hat man dann schon den größten Teil der Strecke hinter sich …

The Bohemian Jungle – Boho-Chic und ein Riad zum Verlieben in Marrakesch

Am Ende einer kleinen Gasse in der Medina von Marrakesch liegt dieser für mich ganz besondere Ort, den ich in diesem Jahr neu entdeckt habe – The Bohemian Jungle. Und ich freue mich bereits jetzt sehr darauf, noch in diesem Monat auch das erste Mal mit Felicia dort zu sein. Mit nur vier Zimmern ist The Bohemian Jungle ein eher kleines Haus und man muss etwas Glück haben, um hier unterzukommen. Auch  andere Reisende  sind offensichtlich von der Gestaltung des Hauses und der Herzlichkeit seiner Betreiber genauso begeistert wie ich. Als ich Anfang April das erste Mal dort ankomme, habe ich das Zimmer „Touareg“ gebucht. Das Bett erinnert ein Zelt unter einem Sternenhimmel. Die Farben sind weiß, dunkelblau und an den Wänden gibt es jede Menge goldene Sterne. Wie in jedem der Zimmer hängen mehrere Kaftane an Bügeln vor einem großen Spiegel. Man kann diese dort tragen, Fotos damit machen und diese und andere Einzelstücke später kaufen und als Souvenir mit nach Hause nehmen. Auf diese Weise bin ich im April zu einem wunderbaren grünen …

Nicht ohne meine Babouches

Sie sind nicht mehr wegzudenken aus meinem Alltag- meine Babouches. Egal ob zuhause, im Büro, unterwegs in der Stadt oder auf Reisen, meine Babouches sind immer dabei. Ein beliebiger Wochentag in der Kasseler Innenstadt: Im Büro angekommen streife ich die Schuhe von meinen Füßen und schlüpfe in meine knallroten Babouches . Das weiche rote Leder umschmeichelt meine nackten Füße und ich bereit für alles, was an diesem Tag so passieren mag. Was sind Babouches ? Salopp könnte man sagen, es handelt sich um eine Art Schlappen, einen nach oben geschlossenen und hinten offenen Schuh. Aber damit würde man den Babouches unrecht tun, denn sie sind viel mehr. Es gibt sie für drinnen und für draußen, spitz zulaufend und rund zulaufend (dann meist für innen) und in allen nur erdenklichen Farben. Ein sehr traditionelles Modell sind die gelben spitzzulaufenden Babouches, die mit ein wenig Patina noch sehr viel schöner wirken als neu. Ich habe auf meinen Reisen mittlerweile einige Exemplare zusammengesammelt und kann einfach nicht genug bekommen von diesen wunderbaren Schuhen. Letztes Jahr habe ich in …

Ein Kurztrip nach Marokko für den kleinen Geldbeutel

Anfang Februar dieses Jahres habe ich ein Experiment gewagt. Ein Kurztrip nach Marokko für den kleinen Geldbeutel. Wie alles begann Als Familie haben wir gemeinsam den Jahreswechsel 2018/2019 in Marokko erlebt und waren noch bis zum 11. Januar gemeinsam unterwegs. Bereits auf dem Rollfeld in Marrakesch überkommt mich eine Welle von Gefühlen und der dringende Wunsch möglichst bald nach Marokko zurückzukehren. Sehr früh einsetzendes Marokkoweh sozusagen. Noch bevor ich den Flugmodus aktiviere, suche und buchte ich einen Flug Frankfurt- Agadir -Frankfurt für den 1.-4. Februar für mich. Nach dieser Blitzaktion ist der sich gerade vollziehende Abschied von meinem geliebten Marokko gleich weniger schlimm. Ich habe herausgefunden, dass mir die Rückkehr aus Marokko immer noch jedes Mal schwer fällt, die Situation für mich aber leichter zu bewältigen ist, wenn die Rückkehr bereits feststeht und der nächste Flug bereits gebucht ist. Nacht am Flughafen Der Abflug in Frankfurt ist bereits um 6.15 Uhr, zu nachtschlafender Zeit für diese Jahreszeit also. Mit dem letzten Nahverkehrszug mache ich mich am Abend zuvor auf den Weg zum Frankfurter Flughafen mit …

Urlaub in Zagora

Zagora kennen viele nur von der Durchfahrt auf ihrem Weg in die Wüste. Wir haben zu Beginn des Jahres einige Tage Station in Zagora gemacht und uns die Stadt einmal genauer angeschaut. Mit seinen etwa 40.000 Einwohnern ist Zagora die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt im Süden Marokkos, etwa 165 km südöstlich von Ouarzazate. Von hier aus starten täglich unzählige Touren in Richtung Wüste und die vielen Restaurants und Cafés laden beim Durchfahren der Stadt zu einem Zwischenstopp ein.   Wir wollten gerne einmal außerhalb touristischer Unterkünfte mehr als sonst eintauchen in das Leben einer marokkanischen Stadt. Zagora schien mir dazu ideal, weil es über eine gute Infrastruktur verfügt und gleichzeitig aber nicht übermäßig touristisch ist. Auf Facebook hatte ich mehrfach Bilder eines kleinen Lehmhäuschens in Zagora gesehen, in dem man sich einmieten kann. Es handelt sich um ein traditionelles Haus ohne besonderen Luxus, aber mit einer tollen Aussicht von der Dachterrasse und einem ganz eigenen Wohlfühlfaktor. Mit Doris Butz, die dieses Häuschen vor nunmehr etwa fünf Jahren gekauft hat, vereinbarte ich einen Aufenthalt …

Liebe ist stärker als Angst – warum Marokko für uns auch nach der Tat von Imlil noch immer ein sicheres Reiseland ist

In den letzten Tagen erreichen mich vermehrt Anfragen von Lesern, die sich fragen, ob man weiterhin nach Marokko reisen kann. Die Ermordung zweier skandinavischer Touristinnen nahe Imlil im Dezember 2018 und die mediale Verarbeitung dieses Vorfalls haben ganz offensichtlich große Verunsicherung hervorgerufen. Für uns ist Marokko aber auch danach ein sicheres Reiseland. Auch ich war erschrocken, als ich von diesem Vorkommnissen hörte und war für einen Moment in meinem Sicherheitsgefühl erschüttert. Ich war noch im Dezember selbst in Imlil gewesen und hatte mich dort willkommen, gut behütet und geborgen gefühlt und den Blick auf die schneebedeckten Gipfel, die Stille und die Freundlichkeit der Menschen genossen.   Aber es waren gerade auch diese frischen Eindrücke, die meine Zuversicht und mein Vertrauen die Erschütterung überwinden ließen. Schlechte Menschen gibt es überall auf der Welt, die aufgrund krankhafter und fehlgeleiteter Gedanken grausame Taten begehen. Wie oft bin ich bereits in Marokko gewesen und wie viel Herzlichkeit habe ich dort erfahren.     Das Land ist mit jeder Reise immer mehr zu einer gefühlten zweiten Heimat geworden und auch …

Tamesloth – zwischen Kasbah und Streetart am Rande der Agafaywüste

[Unbezahlte Werbung durch Nennung und Beschreibung einer Unterkunft] Die Vorgeschichte Manchmal ist es der Zufall, der uns an wunderschöne Orte in Marokko bringt. Bei unserem letzten Kurztrip im November wollten wir endlich den Endpunkt der Linie 45 von Marrakesch aus – den Ort Amizmiz – erkunden. Auf dem Weg dorthin planten wir bei Jarjeer Mule and Donkey Refuge in Oumnas Station zu machen, damit Felicia endlich auch einmal die Esel in Augenschein nehmen sollte, von denen ich ihr schon so viel berichtet hatte. Der eigentliche Plan sah außerdem vor, am Samstagabend in Marrakesch zu übernachten und uns am Sonntag mit dem Bus 45 ab Sidi Mimoun auf den Weg zunächst nach Oumnas und später nach Amizmiz zu machen. Da ich im Moment eher auf der Suche nach Ruhe bin, fasste ich spontan den Entschluss, außerhalb von Marrakesch zu nächtigen. Ich rief im Internet die Fahrtroute des Busses 45 auf und stieß dabei auf Tamsloth das noch vor Oumnas lag und daher perfekt in unsere Planung passte. Eine Internetrecherche zu Tamsloth brachte nicht allzu viele Ergebnisse. …

Entschleunige mit mir in Moulay Idriss

[Dieser Beitrag enthält Werbung für den Ort Moulay Idriss und das Gästehaus Dar Zerhoune ] Bedürfnis nach Ruhe Fast zwei Monate ist es her, dass der letzte Artikel auf Felibrina erschienen ist. Ideen gab es viele, aber wenig bis keine Zeit, um diese festzuhalten. Das Jahr 2018 war bisher ein sehr schönes, aber auch sehr hektisches Jahr. Immer wieder habe ich gemerkt, dass ich neue Energie aufladen muss, um den alltäglichen Herausforderungen ausdauernd zu begegnen. Ich habe auch verstanden, dass ich mehr Ruhe in unser Leben einbauen muss – auch beim Reisen. Ausblick auf 2019 Entschleunigung und bewusstes Reisen sollen im Jahr 2019 bei Felibrina in den Fokus rücken. Ich möchte noch mehr Orte abseits der großen Touristenströme entdecken und euch vorstellen. Ich suche nach neuen Kraftorten, die ein bewusstes Erleben, ein Loslassen des hektischen Alltags und das Schöpfen neuer Kraft erlauben. Diese Orte müssen nicht immer total abgelegen und unbekannt sein, manchmal lassen sie sich auch inmitten der großen Städte finden. Es wird 2019 nicht darum gehen, möglichst viel von Marokko zu sehen, sondern …