Alle Artikel in: Neuester Artikel

Übernachten in der Casbah des Arts – eine der schönstmöglichen Auszeiten vom stressigen Alltag

Es gibt Orte, die sind Ruhe und Inspiration zugleich. Einen solchen Ort durften wir im Februar mit der Casbah des Arts in Agdz kennenlernen. Zurück im deutschen Alltag sehne ich mich seitdem immer wieder dorthin und wünsche mir, wieder auf einer der Dachterrassen zu sitzen und auf unzählige Palmen und den Berg Jbel Kissane zu blicken. Wo finde ich diesen Ort ? Agdz liegt unweit von Ouarzazate auf dem Weg nach Zagora und eignet sich perfekt für einen entspannten Zwischenstopp auf dem Weg in die Wüste oder aber auf dem Rückweg nach Marrakesch. Es gibt Busverbindungen u.a. Direktverbindungen ab Marrakesch mit CTM. Die Casbah des Arts befindet sich außerhalb des Zentrums, im etwa 2 km entfernten Dorf Asslim. Mit nicht allzu schwerem Gepäck ist der Weg gut zu Fuß zu bewältigen. In Asslim gibt es mehrere Kasbahs, die Casbah des Arts ist aber leicht zu finden, da der Weg dorthin gut ausgeschildert ist. Der Schriftzug rechts vom Eingangstor lässt dann keine Zweifel mehr zu, dass man das Ziel erreicht hat. Viel erwartet – und trotzdem …

Begegnung mit Essaouira – ein Gastartikel von Rüdiger Birkenbach

Dies ist der erste Gastartikel, der auf Felibrina veröffentlicht wird. Er wurde für euch verfasst von einem langjährigen Freund, der sowohl meine Reiseleidenschaft als auch meine Liebe zu Marokko teilt. Rüdiger Birkenbach aus Frankfurt schildert hier seine Eindrücke von Essaouira und gibt einen Einblick in seine dortigen Reiseerlebnisse in den 80er Jahren und heute. Auf meine Bitte hin hat er sich an den Computer gesetzt und seine Gedanken zu Essaouira niedergeschrieben. Das Ergebnis ist ein wunderbarer Überblick über all das, was man in Essaouira erleben kann, abgerundet durch eine Beschreibung persönlicher Eindrücke, die Essaouira für den Leser greifbar macht. Heute veröffentliche ich den ersten Teil – Fortsetzung folgt in Kürze. Ich danke ihm insbesondere auch für diesen Artikel, da ich mit Essaouira bislang während meiner kurzen Besuche nicht so richtig warm geworden bin. Dies mag aber durchaus daran liegen, dass meine Aufenthalte stets nur von kurzer Dauer waren. Ich habe diemal lediglich die Fotos beigesteuert. Und jetzt viel Spaß mit dem Artikel von Rüdiger. „ Über diesen Ort kann man nichts wissen. Man kann ihn …

Jarjeer Mule and Donkey Refuge – auf den Esel gekommen

In meinem heutigen Artikel nehme ich euch mit an einen ganz besonderen Ort in der Nähe Marrakesch. Begleitet mich zum Jarjeer Mule and Donkey Refuge. Unsere Fahrt zum Refuge Es ist Sonntagvormittag und wir suchen in Marrakesch eine Bushaltestelle, nämlich die für die Linie 45 Richtung Amizmiz. Den Bussteig Sidi Mimoun unweit der Koutobiamoschee haben wir schnell gefunden, aber es fehlt an jedem Hinweis auf „unsere“ Linie. Zwischen den Wartenden vor Ort entdecken wir dann einen Mitarbeiter der Busgesellschaft ALSA, der uns bestätigt, dass der Bus dort abfährt. Und so warten wir weiter. Einige Busse später – bei allen anderen wurde uns auch sogleich signalisiert, nicht einzusteigen – fährt der Bus der Linie 45 vor. Wir bekommen auch noch das offizielle Signal, dass dies nun „unser“ Bus ist und gute Reisewünsche mit auf den Weg. Der Bus ist leer, als das Einsteigen beginnt. Als sich die Tür des Busses öffnet, ist es schlagartig mit der Ruhe und Gelassenheit der Wartenden vorbei. Alle drängen in den Bus hinein, als ob nur ein unmittelbares Entkommen die Rettung …

Eine Nacht in der Wüste am Erg Chegaga

Von Mhamid aus machten wir uns während unserer Winterreise auf zu einem Wüstencamp am Erg Chegaga. Schnell haben wir Mhamid hinter uns gelassen und fortan wird es immer steiniger und vor allem sandiger. Zunehmend frage ich mich auch, wie man sich als Fahrer im Gelände orientiert, aber wir sind voller Zuvertrauen. Obwohl man den unebenen Untergrund trotz guter Federung an einigen Stellen mehr als deutlich zu spüren bekommt, ist Felicia wieder einmal eingeschlafen. Wir anderen schauen erwartungsvoll aus dem Fenster und freuen uns auf unsere Nacht in der Wüste. Immer wieder kommen wir an Dromedaren vorbei, die teilweise in Gruppen, teilweise alleine mitten in der Landschaft herumstehen. Da der Wind einige Verwehungen verursacht hat, müssen wir zum Ende der Fahrt hin mehrere Anläufe unternehmen, um den richtigen Weg zu finden. Aber dann sind wir endlich da – unser Camp, das „Desertcamp Aladin“. Wir werden herzlich willkommen geheißen und zu unserem Zelt gebracht, dass neben Schlafgelegenheiten für uns vier sogar eine Dusche und eine Toilette bereithält. Wasser gibt es allerdings nur zu bestimmten Zeiten, über die …

Chez le Pacha – Wohlfühlhotel am Rande der Wüste

Felicia und ich waren im letzten Frühjahr das erste Mal in der Wüste und seither hat mich dieses Erlebnis nicht mehr losgelassen. Und so konnten wir unsere Winterreise nicht beenden, ohne zuvor noch einmal in der Wüste gewesen zu sein. Nachdem wir im letzten Jahr von Merzouga aus die Wüste entdeckt haben, sollte es nun von Mhamid aus mit der ganzen Familie in die Wüste gehen. In diesem Artikel stelle ich dir unsere Unterkunft in Mhamid vor, unserer Nacht im Camp am Erg Chegaga widme ich einen eigenen Artikel. Und nun kommt erst einmal mit nach Mhamid ins Chez le Pacha: Wir sitzen an einem Januarmorgen vor unserem Hotel am Busbahnhof in Ouazazarte und genießen unser Frühstück in der Sonne, als ein Taxi vorfährt. Der Fahrer steigt aus, schaut sich um und uns fragend an. Schnell ist geklärt, dass es unser Taxi nach Mhamid ist, das gut eine halbe Stunde vor der Abfahrtszeit bereitsteht. Wir beenden in aller Ruhe unser Frühstück während der Fahrer sich seinerseits in der Sonne niederlässt und sich einem Tee widmet. …

Sidi Ifni – Alternde Schönheit zwischen Atlantik und Wüste

Sidi Ifni hat mich verzaubert. Die architektonischen Zeugnisse spanischer Kolonialzeit, die in jedem Licht anders wirken und an denen der Zahn der Zeit teilweise deutlich genagt hat, der tosende Atlantik und die felsige Landschaft, in die Sidi Ifni eingebettet ist, führen bei mir zu Entschleunigung und Entspannung. Einen ganz eigenen Charme bekommt die ganze Szenerie auch an Tagen an denen es diesig ist und die in die Jahre gekommenen Gebäude teilweise nur schemenhaft zu erkennen sind. Sidi Ifni ist alles zugleich: entspannt und dramatisch, ursprünglich und anziehend für Generationen von Reisenden, Stadt am Meer und Tor zur Wüste, unkompliziert und facettenreich.   Als wir Anfang Januar das erste Mal Sidi Ifni erblicken, bin ich einfach nur froh, endlich angekommen zu sein. Felicia und ich haben von Mirleft aus einen der grünen Busse des Unternehmens Lux genommen, die von dort aus etwa jede Stunde nach Sidi Ifni fahren. Für günstige 10 Dh ist das Ticket erworben und schon sitze ich mit Felicia, einem großen Rucksack und unserem Handgepäckstrolley im Bus. Dieser ist einfach ausgestattet und erinnert …

Marokko bereisen – spontan und ohne Plan

Ich habe es wieder getan. Bevor wir nach Marokko aufgebrochen sind, habe ich einen ziemlich umfassenden Ablaufplan gemacht. Unterkünfte wurden gebucht, Bus- und Zugverbindungen heraus gesucht. Um dann vor Ort wieder festzustellen: so funktioniert das nicht. Der Plan geht nicht auf – und es ist nicht schlimm. Marokko überrascht mich immer und ich finde mich auf einmal an Orten wieder, an die ich vor Aufbruch in Deutschland überhaupt nicht gedacht habe. Manchmal kommt auch das Gefühl auf, noch nicht abreisen zu können, oder ganz neue Ideen entstehen, die durch Impulse wie ein Foto oder auch einen Leserkommentar hervorgerufen werden können. Wenn dann der nächste geplante Baustein nicht mehr passt, dann löst das mitunter einen Dominoeffekt aus und die ganze schöne Planung fällt in sich zusammen. Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem sich immer mehr das Gefühl breit macht, dass ich viel weniger planen , sondern mich vielmehr einfach treiben lassen sollte. Es gibt nichts, dass wir unbedingt auf dieser konkreten Reise erlebt oder gesehen haben müssen. Wir sind vielmehr an jedem Tag …

Die Medersa in Oujda – ein gut verstecktes Juwel

Bei unserem ersten Besuch in Oujda im Oktober dieses Jahres waren wir überwältigt von der Schönheit dieser Stadt und der Gastfreundschaft ihrer Bewohner. Einen der laut unseren Recherchen schönsten Orte hatten wir allerdings nicht gesehen, die Medersa, die Koranschule. Diese wurde 1335 erbaut nd ist damit fünf Jahre jünger als die berühmte Medersa Bouaanania in Fès. Trotz ihrer geringen Größe gilt sie als Meisterwerk merinidischer Baukunst. So war es mir bei unserem derzeitigen Besuch ein besonderes Anliegen, diesen Besuch nachzuholen. Ich ahnte jedoch nicht, dass sich dies gar nicht so einfach gestalten sollte. Ziel dieses Artikels ist nicht nur der Hinweis auf dieses kleine Architekturwunder, sondern auch die Erleichterung dessen Auffindung. Wir sind derzeit wieder im Dar Al Fassia, einem kleinen Gästehaus vor den Toren der Medina. Die Herzlichkeit der Betreiber ist kaum vorstellbar und ich habe mich am Bahnhof sehr gefreut, als uns Brahim dort abgeholt hat. Als wir dann von seiner Frau mit Umarmung begrüßt wurden, habe ich ihr von unserem geplanten Besuch in der Medersa erzählt. Sie kannte diese zunächst nicht, wollte …

Chefchaouen mit Kindern

Wer mit Kindern nach Marokko fährt, der fragt sich bei der Vorbereitung oft, welche Orte sich denn für einen Urlaub mit Kindern eignen könnten. Meer und Strand stehen hoch im Kurs und auch die Wüste – der riesige Sandkasten- scheint geeignet. Aber es gibt noch andere Ziele, die kindergeeignet sind und der ganzen Familie Spaß machen. In diesem Artikel geht um Chefchaouen mit Kindern. Chefchaouen liegt im Rifgebirge und ist von Tanger und Fès aus mit dem Bus gut zu erreichen. Wer von Tanger aus kommt, sollte überlegen, einen Zwischenhalt in Tetouan einzulegen – eine absolut sehenswerte Stadt. Chefchaouen ist in erster Linie wegen der vorherrschenden blauen Farbe in seiner Medina bekannt. Hier verfallen nicht nur die Erwachsenen einem Blau – (und Foto-)rausch, sondern auch die Kinderaugen werden groß. So wird schnell festgestellt „hier ist ja fast alles blau“ und es folgt die Frage nach dem „warum“, auf die verschiedene Antworten überliefert sind. Eine besagt, dass die blaue Farbe die Mücken fernhält. Vielleicht ist mir Chefchaouen auch unter anderem deshalb so ans Herz gewachsen – …

Mit dem Günstigflieger nach Marokko

Mit dem Günstigflieger nach Marokko – machen oder bleiben lassen ? Während wir auf unseren Reisen durch Marokko Unterkünfte aus ganz unterschiedlichen Preissegmenten kennenlernen durften, waren unsere Flüge zumeist günstig. Die Airlines mit denen wir bisher nach Marokko geflogen sind, sind schnell aufgezählt. 2015 ging es im Juni mit Easy Jet von Berlin nach Agadir, einige Male bin ich mit Air Arabia von Frankfurt nach Marrakesch geflogen und im März diesen Jahres mit Tuifly von Hannover nach Agadir. Ganz überwiegend waren wir mit Ryanair unterwegs- und das in der Regel mit Handgepäck.   Ryanair – ohne Umweg nach Marokko Nun kann man von Ryanair halten, was man möchte. Dazu gibt es viel im Netz und ich möchte an dieser Stelle die Diskussion auch nicht eröffnen. Ausschlaggebend für uns waren die vielen direkten Verbindungen von Deutschland nach Marokko – ohne lästiges Umsteigen in Casablanca. Wir wohnen in Kassel, also mitten in Deutschland, und sind zugtechnisch gut in alle Richtungen angebunden. Häufig sind wir ab Frankfurt-Hahn nach Marokko geflogen. Von dort gibt es Flüge nach Marrakesch, Tanger, …