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Ein Wochenende in der Berber Family Lodge – Urlaub mit Familienanschluss im Hohen Atlas

Werbung „Du fährst nach Imlil ? Nach dem, was dort passiert ist ? Doch hoffentlich nicht alleine ? Das ist doch gefährlich“. So und ähnlich fiel ganz überwiegend die Reaktion auf meinen geplanten Kurztrip in den Hohen Atlas aus. Ja, der Mord an zwei jungen skandinavischen Touristinnen im letzten Winter, die auf bestialische Weise getötet wurden, ist keine Meldung, die man so schnell vergisst. Aber : das hätte überall passieren können. Es gilt immer und überall, aufmerksam zu bleiben und mit offenen Augen durch das Leben zu gehen. Man sollte der Region nicht aus Angst einen Besuch versagen. Wer das tut, der verpasst wunderbare Naturlandschaften mit spektakulären Bergpanoramen, ursprüngliche Berberdörfer und vor allem die gastfreundlichen und liebenswerten Bewohner der Region. Mein Flug nach Marrakesch landete erst um 23 Uhr, was mit Einreisekontrolle und allen Wegen, die es zu nehmen galt, bedeutete, dass ich das Flughafengebäude erst nach Mitternacht verließ. Mohamed, mein Gastgeber und der Betreiber der Berber Family Lodge in Aguer Sioual bei Imlil, hatte es aber vollbracht, auch zu dieser Stunde noch einen Transfer …

Dar Azawad – stilvolle Oase am Rande der Wüste

-Werbung wegen ausführlicher Beschreibung einer einzelnen Unterkunft- In meinem heutigen Artikel stelle ich euch ein weiteres Hotel am Rande der Wüste vor – das Dar Azawad. Es liegt zwischen Ouled Driss und M’hamid im Süden Marokkos und gehört wie das Chez le Pacha wenige Meter weiter (meinen Artikel findet ihr hier) der Familie Dakhamat. Der Stil der Anlage ist völlig anders, aber mitnichten weniger schön und besonders hat es mir hier der Blick beim Untergang der Sonne auf die rückwärtig liegende Palmenszenerie angetan. Von Marrakesch aus kann man diese Oase der Ruhe mit dem CTM-Bus aus erreichen. Ich habe bisher nur die Rückfahrt einmal mit dem Bus gemacht. Es gibt zahlreiche landschaftlich schöne Streckenabschnitte, aber man muss Busfahren schon sehr mögen. Natürlich lässt sich die Busfahrt –vorausgesetzt man hat Zeit- in mehrere Etappen aufteilen. Ein reizvoller Zwischenstopp ist zum Beispiel Agdez. Die Zeit der Anreise lässt sich mittlerweile aber durch nationale Flüge zwischen Marrakesch und Zagora (Flugzeit eine Stunde) beträchtlich verkürzen. In Zagora angekommen, hat man dann schon den größten Teil der Strecke hinter sich …

Liebe ist stärker als Angst – warum Marokko für uns auch nach der Tat von Imlil noch immer ein sicheres Reiseland ist

In den letzten Tagen erreichen mich vermehrt Anfragen von Lesern, die sich fragen, ob man weiterhin nach Marokko reisen kann. Die Ermordung zweier skandinavischer Touristinnen nahe Imlil im Dezember 2018 und die mediale Verarbeitung dieses Vorfalls haben ganz offensichtlich große Verunsicherung hervorgerufen. Für uns ist Marokko aber auch danach ein sicheres Reiseland. Auch ich war erschrocken, als ich von diesem Vorkommnissen hörte und war für einen Moment in meinem Sicherheitsgefühl erschüttert. Ich war noch im Dezember selbst in Imlil gewesen und hatte mich dort willkommen, gut behütet und geborgen gefühlt und den Blick auf die schneebedeckten Gipfel, die Stille und die Freundlichkeit der Menschen genossen.   Aber es waren gerade auch diese frischen Eindrücke, die meine Zuversicht und mein Vertrauen die Erschütterung überwinden ließen. Schlechte Menschen gibt es überall auf der Welt, die aufgrund krankhafter und fehlgeleiteter Gedanken grausame Taten begehen. Wie oft bin ich bereits in Marokko gewesen und wie viel Herzlichkeit habe ich dort erfahren.     Das Land ist mit jeder Reise immer mehr zu einer gefühlten zweiten Heimat geworden und auch …

Tamesloth – zwischen Kasbah und Streetart am Rande der Agafaywüste

[Unbezahlte Werbung durch Nennung und Beschreibung einer Unterkunft] Die Vorgeschichte Manchmal ist es der Zufall, der uns an wunderschöne Orte in Marokko bringt. Bei unserem letzten Kurztrip im November wollten wir endlich den Endpunkt der Linie 45 von Marrakesch aus – den Ort Amizmiz – erkunden. Auf dem Weg dorthin planten wir bei Jarjeer Mule and Donkey Refuge in Oumnas Station zu machen, damit Felicia endlich auch einmal die Esel in Augenschein nehmen sollte, von denen ich ihr schon so viel berichtet hatte. Der eigentliche Plan sah außerdem vor, am Samstagabend in Marrakesch zu übernachten und uns am Sonntag mit dem Bus 45 ab Sidi Mimoun auf den Weg zunächst nach Oumnas und später nach Amizmiz zu machen. Da ich im Moment eher auf der Suche nach Ruhe bin, fasste ich spontan den Entschluss, außerhalb von Marrakesch zu nächtigen. Ich rief im Internet die Fahrtroute des Busses 45 auf und stieß dabei auf Tamsloth das noch vor Oumnas lag und daher perfekt in unsere Planung passte. Eine Internetrecherche zu Tamsloth brachte nicht allzu viele Ergebnisse. …

Spaziergang nach Volubilis

Bei meinem Besuch in Moulay Idriss im letzten Jahr war es so heiß, dass Felicia und ich den Weg nach Volubilis nicht auf uns genommen haben. Diesen Spaziergang nach Volubilis habe ich nun in diesem Sommer gemeinsam mit meinem Mann nachgeholt. Die ganze Aktion verlief etwas anders, als wir das geplant hatten, aber wir hatten sehr viel Spaß. Volubilis ist von Moulay Idriss aus über eine Straße mit tollem Panorama in etwas über einer Stunde erreichbar. Wir stiegen gegenüber vom Postamt eine kleine Treppe herab und durchquerten bergan einen Friedhof, bis wir auf der Straße ankamen. Der Bereich neben der Straße, der wir nun nach links folgten, ist breit genug, um dort bequem laufen zu können. Die Aussicht auf Moulay Idriss war fabelhaft und wir trafen unterwegs auf Fußgänger und Autofahrer, die uns nahezu alle in ein Gespräch verwickelten. An eine Stunde Wegzeit war schnell nicht mehr zu denken. In der Hand hielt ich eine Wegskizze, die mir in unserer Unterkunft Dar Zerhoune mitgegeben worden war. Und irgendwie haben wir gegen Ende des Weges einen …

Anima Garden – wo sich Kunst und Pflanzenwelt vor den Toren Marrakeschs küssen

Bereits im Frühjahr 2016 hat Anima Garden etwa 27km vor Marrakesch seine Pforten für Besucher geöffnet. Fast zwei Jahre später habe auch ich es nun endlich einmal geschafft, mir dieses, von André Heller erschaffene, Gesamtkunstwerk einmal selbst anzuschauen.   Der Eintritt ist mit 12 Euro auf den ersten Blick nicht ganz preiswert. Wenn man aber bedenkt,dass ein kostenloser Shuttle von Marrakesch zum Garten und retour inklusive ist, relativiert sich dieser Eindruck ziemlich schnell.Kinder von 12-16 zahlen 6 Euro, jüngere Kinder müssen keinen Eintritt zahlen. Ich habe unsere Eintrittskarten bereits von Deutschland aus online gekauft und vorab zwei Sitzplätze für den Shuttle hin zum Park reserviert. Der Shuttle fährt (vom Djemaa el Fna aus betrachtet) auf dem Parkplatz rechts hinter der Koutobiamoschee ab. Die Fahrzeuge sind entsprechend gekennzeichnet und daher leicht zu erkennen. Er fährt von September bis Juni – also nicht in den Monaten Juli und August. Ohne Eintrittskarte zahlt man 2 Euro für die Fahrt. In Marrakesch fährt der Shuttle zu folgenden Zeiten ab: 9.30 Uhr //Ankunft 10.10 Uhr, 11.30 Uhr // Ankunft 12.10 …

Die Marokkopackliste für das Kleinkind – Felicia packt ihren Koffer

Heute gibt es hier unsere Marokkopackliste für Kleinkinder. Natürlich ist sie nicht „ultimativ“, sondern kann und muss je nach Jahreszeit, Alter und speziellen Bedürfnissen des Kindes variiert werden. Ich möchte euch daher einfach einmal am konkreten Beispiel zeigen, wie das Kleinkindgepäck aussehen könnte. Unsere Rahmenbedingungen Wir reisen immer mit Handgepäck. Deswegen darf das Gepäck maximal 10kg inklusive Rollkoffer wiegen (Ryanair hat die 10kg-Begrenzung, bei anderen Airlines ist die teilweise niedriger). Ich gehe außerdem beim Packen davon aus, dass wir regelmäßig Wäsche zum Waschen im Riad abgeben. Dies wird oft nicht explizit angeboten, auf Nachfrage aber möglich gemacht. Preislich sollte man von etwa 50 Dh pro Maschine ausgehen. Felicia ist jetzt fast vier Jahre alt, sodass mittlerweile im Vergleich zu unseren ersten Reisen Windeln &Co weggefallen sind. Diese sind aber wie alle anderen Babyprodukte jedenfalls in den großen Städten und touristisch frequentierten Orten ohne Probleme zu erhalten. Diese Packliste eignet sich für die Zeit April bis etwa Oktober. In den kühleren Monaten muss man etwas umplanen. Was nehmen wir also mit ? 2 Paar Schuhe – Sandalen und …

Die Medersa in Oujda – ein gut verstecktes Juwel

Bei unserem ersten Besuch in Oujda im Oktober dieses Jahres waren wir überwältigt von der Schönheit dieser Stadt und der Gastfreundschaft ihrer Bewohner. Einen der laut unseren Recherchen schönsten Orte hatten wir allerdings nicht gesehen, die Medersa, die Koranschule. Diese wurde 1335 erbaut nd ist damit fünf Jahre jünger als die berühmte Medersa Bouaanania in Fès. Trotz ihrer geringen Größe gilt sie als Meisterwerk merinidischer Baukunst. So war es mir bei unserem derzeitigen Besuch ein besonderes Anliegen, diesen Besuch nachzuholen. Ich ahnte jedoch nicht, dass sich dies gar nicht so einfach gestalten sollte. Ziel dieses Artikels ist nicht nur der Hinweis auf dieses kleine Architekturwunder, sondern auch die Erleichterung dessen Auffindung. Wir sind derzeit wieder im Dar Al Fassia, einem kleinen Gästehaus vor den Toren der Medina. Die Herzlichkeit der Betreiber ist kaum vorstellbar und ich habe mich am Bahnhof sehr gefreut, als uns Brahim dort abgeholt hat. Als wir dann von seiner Frau mit Umarmung begrüßt wurden, habe ich ihr von unserem geplanten Besuch in der Medersa erzählt. Sie kannte diese zunächst nicht, wollte …

Felibrina – ein Marokkoreiseblog und Selbstfindungstrip

Im Oktober 2016 ist Felibrina online gegangen. Die Idee dahinter war meine Liebe zu Marokko und der Wunsch, anderen dieses Land, das mich total geflasht hat, vorzustellen und ihnen Lust auf Reisen nach und in Marokko zu machen. Felicia und ich sind bereits vor dem Bloglaunch gemeinsam durch Marokko gereist und haben unsere Erfahrungen gemacht. Jedes Mal sind wir zurückgekehrt mit Eindrücken, die ich versucht habe, in Texten zu verarbeiten. Die Zielgruppenüberraschung Ich bin gestartet ohne genaue Vorstellung von der Zielgruppe, die ich erreichen möchte und von dem, was mich bei diesem Projekt alles erwarten würde. Vieles ist anders gekommen, als ich es mir vorgestellt habe, aber das ist wie bei einer Reise durch Marokko. Eine große Überraschung für mich war, das unter unseren Lesern/Leserinnen auch viele Menschen sind, die in Deutschland leben, aber entweder selbst in Marokko geboren sind oder deren Familie dort herstammt. Ich finde das großartig, hätte damit aber nie gerechnet. Die fehlende Zeit Mein größtes Problem ist die Zeit – die fehlende Zeit zum Reisen und zum Schreiben. Meine Liste mit …

Ein Tag in der Wüste – unser Wüstentrip Teil 2

Die meisten Reisenden, die in einem Wüstencamp übernachten, brechen am nächsten Tag wieder von dort aus in Richtung der großen Städte auf. Nicht so wir. Wir wollten unseren Wüstentrip so richtig auskosten und ausprobieren, wie sich ein Tag in der Wüste so anfühlt. Entschleunigung pur Nach dem Frühstück gibt es für uns nichts zu tun. Wir sind die einzigen Gäste, die tagsüber im Camp sind und um uns herum herrscht große Beschaulichkeit. Und so sitzen wir inmitten von Sanddünen vor unserem Zelt und haben mit einem Mal alle Zeit der Welt. Es gibt keinerlei Ablenkung und es ist ruhig, unerhört ruhig. Ein ungewohnter Zustand inmitten unserer lauten und schnellen Welt. Wir sind einfach nur hier und haben nichts zu tun. Unsere Spuren im Sand Bevor die Sonne zu hoch steht, erheben wir uns behäbig von unserem Lager und laufen los. Düne hoch, Düne runter – nur das Camp nicht aus den Augen verlieren. Ich könnte das ewig machen, ohne Ziel und Sinn die Sanddünen erklimmen, runterschauen und wieder runterlaufen. Felicia findet es auch super und …